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30.06.2026

Blickwechselpreis verliehen

Theologe Wengst erhält Auszeichnung für christlich-jüdischen Dialog

Pressestelle

Braunschweig. Der Verein Begegnung – Christen und Juden. Niedersachsen e. V. (BCJ) verlieh am 29. Juni in der Synagoge der Jüdischen Gemeinde Braunschweig den Blickwechselpreis 2026 an Prof. Dr. Klaus Wengst. Überreicht wurde der Preis von Pastorin i.R. Karin Haufler-Musiol, Vorsitzende von BCJ, und Prof. Dr. Ursula Rudnick, Studienleiterin und Geschäftsführerin von BCJ. Ausgezeichnet wurde Wengst für sein jahrzehntelanges Engagement als Theologe und Autor im christlich-jüdischen Dialog. Klaus Wengst, geboren 1942, lehrte von 1981 bis 2007 als Professor für Neues Testament an der Ruhr-Universität Bochum. Wie kaum ein anderer setzte er sich dafür ein, antijüdische Lesarten des Neuen Testaments zu überwinden und die bleibende Bedeutung Israels für die christliche Theologie herauszuarbeiten.

Bei der Preisverleihung sprach auch Landesbischöfin Dr. Christina-Maria Bammel ein Grußwort. „Denn ich freue mich auch persönlich sehr, dass der Blickwechselpreis 2026 an Prof. Dr. Klaus Wengst geht. Und ich bin dankbar dafür, an dieser Stelle mit erleben zu dürfen, dass ein besonderer wissenschaftlicher Werdegang, ein Mensch, so inspiriert und gewissenhaft, eine feine und perspektivweitende Stimme, auf diese Weise gewürdigt wird.", sagte sie.

Verliehen wird der Preis seit 2007 an Menschen, die sich langjährig oder besonders innovativ für die christlich-jüdischen Beziehungen in Niedersachsen engagieren. Sein Name ist Programm: Es geht darum, die Perspektive zu wechseln, den Blick des Anderen einzunehmen – und gemeinsam weiterzudenken.

Überreicht wurde der Preis als kunstvoll gestalteter Granatapfel – ein Symbol, das sowohl im Judentum als auch im Christentum für Leben und Fülle steht.

Prof. Dr. Klaus Wengst (2. v.l.) erhält Blickwechselpreis 2026
Prof. Dr. Klaus Wengst (2. v.l.) erhält Blickwechselpreis 2026
Foto: Ursula Rudnick/BCJ